gerrit handl_kunst und surfen "Surfers are members of a different race of people from the man in the street." Nat Young, Surfweltmeister 1966. Wie Nat Young zu dieser Ansicht kam, bleibt den meisten Leuten verborgen. Gerrit hat sich dazu sein eigenes Bild gemacht. serie, reihe, wiederholung, raum, anordnung, dimension ... sind Begriffe an denen man im Wellenreiten nicht vorbeischauen kann. Der surfende Künstler Gerrit Handl stellt diese Begriffe als zentales Moment in seiner Arbeit dar. Gerrit Handl wuchs mit Zeichenstift und Skateboard auf. Das Skateboarden führte ihn auf die ursprünglichste Form dieser Kultur zurück, das Surfen. Als Zeichner entwickelte er in dieser sozialen Subkultur und auf der Akademie für freie Bildende Künste sowohl sein individuelles Verständnis von Raum als auch eine eigene Art, sein Weltbild darzustellen. Auf diesem Weg wurde ihm klar, dass diese Subkultur nicht nur Illustrationen auf Wänden, T-Shirts, Platten- und Magazincovern hervorbrachte, sondern ein eigenes Bild dieser Welt produzierte. Wie bereits von Drew Kampion und Bruce Brown festgestellt wurde, bedient sich die mediale Welt dieser Bilder, doch wird auch die von Nat Young beschriebene Rasse mitsamt ihrem Lebensgefühl verstanden? Diese bereits über 2000 Jahre alte Kultur wächst weiter und wird bestehen bleiben, sie wird Künstler aller bekannten Medien hervorbringen. Davon überzeugt, gründete Gerrit Handl die „Gesellschaft der Wellenreitkultur“ in Deutschland, um diese zu fördern und selbst weiter zu gestalten. Den Berührungspunkt zwischen Kunst und Surfen sieht er persönlich so: "Für mich spielt dabei das Verständnis von Raum eine große Rolle. Der Raum erhält bei Surfern eine weiter gefasste Definition, das spiegelt sich auch in ihren Bildern wider." |